Gibt es einen Fachkräftemangel im Journalismus? Ist der Beruf für junge Menschen noch interessant? 🤔 Darüber durfte ich am Samstag beim DJV-Kongress „Besser Online“ mit Lea Thies, Dr. Uwe Krüger, Garib Hasu und Paul Hildebrand diskutieren. 🎙️

Die beiden Ausbilder Lea Thies (Augsburger Allgemeine / Günter Holland Journalistenschule) und Dr. Uwe Krüger (Volontariatsbeauftragter des Masterstudiengangs Journalismus der Universität Leipzig mit integriertem Volontariat) können sich aktuell jedenfalls nicht über einen Mangel an Bewerbern beklagen. 📈 Beide erhalten drei- bis viermal mehr Bewerbungen als sie Plätze haben und müssen daher auch gute Bewerberinnen und Bewerber ablehnen.

Einig waren sie sich, dass das Angebot für junge Leute attraktiv gestaltet werden muss, um angenommen zu werden. 🌟 Die Günter Holland Journalistenschule bietet deshalb mittlerweile beispielsweise auch an, das Volontariat in Teilzeit zu absolvieren. Studium ist dort schon lange keine Voraussetzung mehr. An der Uni Leipzig wird wie in Augsburg darauf geachtet, zeitgemäß auszubilden, beispielsweise auch den Umgang mit Daten beizubringen. 📊

Für Lea Thies bietet das Volontariat gerade im Lokalen viele Vorteile. Es stünden einem danach alle Türen offen. 🚪 Bei den Volontären von Dr. Uwe Krüger sind Lokalzeitungen aktuell nicht besonders beliebt; viele nehmen lieber überregionale Volontariate an.

Die beiden ehemaligen Volontäre Garib Hasu (mdr fresh) und Paul Hildebrand (Uni Leipzig/LVZ) berichteten von ihrer Ausbildung und den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Beide fühlten sich gut aufgehoben und sind froh, in den jeweiligen Medien auch nach dem Volo weiterarbeiten zu können. Garib Hasu hätte aber bei mdr gerne eine etwas längere Ausbildung gehabt als neun Monate. Paul Hildebrand hätte teils gern noch mehr Zeit für eigene Recherchen gehabt und sich an der einen oder anderen Stelle mehr Mut in den Redaktionen bei der Themenwahl gewünscht. 📰

Wie seht ihr das? Wie attraktiv sind Volontariate noch? Was muss sich verändern? 💬

Eva Werner